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Der dumme Wolf

In einem Dorf lebte ein Bauer, der hatte einen Hund. Von klein auf hatte der Hund das ganze Haus bewacht, als er aber in die Jahre kam, konnte er nicht mehr bellen und wurde seinem Herrn zur Last. Also nahm der Bauer eine Leine, band sie dem Hund um den Hals und f?hrte ihn in den Wald. F?hrte ihn an eine Espe und wollte ihn schon erw?rgen, als er sah, wie dem alten Hund bittere Tr?nen ?ber die Schnauze rollten. Da dauerte ihn das Tier, er lie? es am Leben, band es an der Espe fest und ging nach Hause.
Der alte Hund aber blieb im Walde und begann zu jammern und sein Los zu verfluchen. Da kommt aus dem Geb?sch ein gro?er Wolf hervor, erblickt ihn und sagt: „Einen sch?nen guten Tag, lieber Hund! Schon lange hab ich auf dich gewar¬tet, dich bei mir zu Gaste zu sehen. Wie oft hast du mich von deinem Hause fortgejagt, jetzt aber bist du in mein Revier geraten: ich kann mit dir tun, was mir beliebt. Und ich werde dir alles geb?hrend heimzahlen!» — „Und was willst du mit mir tun, grauer Wolf?» — „Nicht viel: Ich werde dich mit Haut und Haar und allen Knochen auffressen!» — „Ach, du dummer Wolf! Vor lauter Fett wei?t du schon nicht mehr, was du tust. Nach all dem schmackhaften Ochsenfleisch willst du einen alten, mageren Hund fressen? Wozu willst du dir f?r nichts und wieder nichts deine alten Z?hne an mir ausbei?en? Mein Fleisch schmeckt jetzt wie faules Holz. Ich will dir einen besseren Rat geben: Geh und bring mir drei Pud sch?nes Stutenfleisch, meiner Magerkeit ein wenig aufzuhelfen! Dann magst du mit mir tun, was dir gef?llt.»
Der Wolf gehorchte dem Hund, ging und brachte ihm eine halbe Stute geschleppt. „Da hast du dein Ochsenfleisch! Schau, da? du dicker wirst!»
Sprach’s und verschwand. Der Hund machte sich ?ber das Fleisch her und fra? alles auf. Nach zwei Tagen kommt der graue T?lpel wieder und sagt zum Hund. „Nun, Bruderherz, bist du dicker geworden oder nicht?» — „Ein wenig bin ich dicker geworden. Wenn du mir jetzt noch ein Schaf br?chtest, mein Fleisch w?rde unvergleichlich s??er.» Der Wolf war auch hiermit einverstanden, lief aufs Feld und legte sich in eine Kuhle, dem Hirten und seiner Herde aufzulauern. Jetzt treibt der Hirt seine Herde heran; der Wolf hinter einem Busch w?hlte sich ein recht fettes und gro?es Schaf aus, st?rzt sich darauf, packt es am Halse und schleift es zum Hund. „Hier hast du dein Schaf; werde dicker!»
Der Hund erholte sich, fra? auch das Schaf und sp?rte seine Kr?fte wachsen. Kam der Wolf und fragt: „Nun, wie steht’s, Bruderherz, wie f?hlst du dich jetzt?» — „Noch ein klein wenig zu mager. Wenn du mir jetzt noch einen Eber br?chtest, ich w?rde fett wie ein Schwein.» Der Wolf trieb auch einen Eber auf, brachte ihn und sagt: „Das ist mein letzter Dienst! In zwei Tagen bin ich bei dir zu Gast!» — „Nur zu», denkt der Hund, „mit dir werde ich schon fertig werden.»
Nach zwei Tagen kommt der Wolf zum Hund, der jetzt sch?n dick und rund ist. Wie der den Wolf erblickte, bellte er ihm w?tend entgegen. „Du Schandkerl», sagte der Wolf, „du unterstehst dich, mich zu beschimpfen?» Damit warf er sich auf den Hund und wollte ihn in St?cke rei?en. Der Hund aber war wieder wohl bei Kr?ften, stellte sich auf die Hinterbeine, die beiden verbissen sich ineinander, und der Hund bewirtete den Grauen, da? die Fetzen nur so flogen. Der Wolf ri? sich los und rannte aus Leibeskr?ften davon. Als er schon lange gelaufen war, wollte er verschnaufen; da h?rte er Hundegebell und gab erneut Fersengeld. Kam in den Wald, legte sich unter einen Strauch und begann, die Wunden zu lecken, die ihm vom Hund zugef?gt worden waren. „Wie sch?ndlich hat mich der Hund betrogen!» denkt er bei sich, „Aber wartet nur, wer mir jetzt in den Weg kommt, der soll meinen Z?hnen nimmermehr entgehen!»
Der Wolf leckte seine Wunden heil und ging wieder auf Beute. Da sieht er auf einem Berg einen gro?en Ziegenbock, zu dem sagt er: „Ziegenbock, Ziegenbock, ich bin gekommen, dich zu fressen!» — „Ach, grauer Wolf, wozu willst du dir f?r nichts und wieder nichts deine alten Z?hne an mir ausbei?en? Stell dich lieber unten an den Berg und rei? dein gro?es Maul weit auf: ich will einen Anlauf nehmen und dir geradenwegs in den Ra-chen springen, dann brauchst du mich nur hinter- zuschlucken!» Der Wolf stellte sich unten an den Berg und ri? sein gro?es Maul weit auf, der Bock aber, nicht faul, flog wie ein Pfeil den Berg hinab und stie? den Wolf vor die Stirn, so derb, da? er zu Boden st?rzte. Der Bock aber machte sich aus dem Staube. Nach drei Stunden wachte der Wolf auf und glaubte, der Kopf wolle ihm zerspringen, solche Schmerzen hatte er. Er ?berlegte und ?berlegte, ob er den Bock nun verschlungen h?tte oder nicht. Lange dachte er nach und riet hin und her. „H?tt’ ich den Bock gefressen, so m??te mein Bauch doch voll sein. Der Taugenichts hat mich, scheint’s, betrogen. Aber von nun an wei? ich, was ich zu tun habe!»
Sprach’s und lief zum Dorf hinunter, erblickte eine Sau mit ihren Ferkeln und wollte eins davon packen. Die Sau aber lie? es nicht zu. „Ach, n?rri¬sche Sau», sagt der Wolf, „was erdreistest du dich, mir grob zu kommen? Kann ich doch auch dich selbst in St?cke rei?en und alle deine Ferkel mit einem Male verschlingen!» Die Sau aber gab zur Antwort: „Bis jetzt habe ich dich noch nicht beschimpft, nun aber mu? ich dir sagen, da? du ein gro?er Dummkopf bist!» — „Wie das?» — „Sehr einfach; urteile selbst, Grauer: Wie kannst du denn meine Ferkel fressen? Sie sind ja gerade erst geworfen und m?ssen noch gewaschen werden. Steh du bei ihnen Gevatter, so will ich dir Gevatterin sein, deine kleinen Kinderchen zu tau¬fen!»
Der Wolf war’s einverstanden.
Also sch?n, sie kamen zu einer gro?en M?hle. Sagt die Sau zum Wolf: „Lieber Gevatter, stell dich auf jene Seite des M?hlwehres, wo kein Wasser ist, ich aber will gehen, die Ferkelchen in reines Wasser tauchen und sie dir eins nach dem anderen reichen.» Da freute sich der Wolf und denkt: nun werden meine Z?hne etwas zu bei?en bekommen! Und ging, der graue T?lpel, unter die Br?cke; die Sau aber packte das Staubrett mit den Z?hnen, hob’s hoch und lie? das Wasser durchlaufen. Wie das str?mte, wie es den Wolf mit sich ri? und wie einen Kreisel drehte! Die Sau jedoch machte sich mit ihren Ferkeln auf den Heimweg. Zu Hause angekommen, fra? sie sich satt und legte sich mit ihren Kleinen aufs weiche Lager.
Der Wolf merkte die Hinterlist der Sau, erklomm mit M?he und Not das Ufer und trabte mit hungrigem Magen durch den Wald. Lange peinigte ihn der Hunger; schlie?lich hielt er’s nicht mehr aus, lief erneut zum Dorf hinunter und sah neben einer Tenne ein St?ck Aas liegen. „Vortrefflich», denkt er, „wenn die Nacht hereingebrochen ist, will ich mich wenigstens an diesem St?ck Aas sattfressen.» Denn es war schlechte Erntezeit f?r den Wolf, und er war froh, sein Leben wenigstens mit Aasfleisch zu fristen. Das war immer noch besser, als nichts zwischen den Z?hnen zu haben und auf Wolfsweise Lieder zu singen. Die Nacht kam, der Wolf lief zur Tenne und begann, das St?ck Aas hinunterzuschlingen. Der J?ger aber hatte ihm schon lange aufgelauert und f?r seinen
Freund zwei sch?ne blaue Bohnen bereitgehalten. Er dr?ckte seine Flinte ab, und der Wolf fiel mit zerschmettertem Sch?del um. So hat der graue Wolf sein Leben gelassen!

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