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Der Herr als Schmied

Ein Herr war einmal auf den Schmied neidisch.
„Unsereiner lebt so dahin», sagt er, „lebt dahin, die Ernte ist noch wer wei? wie weit, man wartet sehns?chtig auf Geld, der Schmied aber klopft einmal mit seinem Hammer — und ist bei Gelde. Ich werde eine Schmiede aufmachen!»
Er machte eine Schmiede auf: den Lakaien lie? er den Blasebalg ziehen. Steht da und wartet auf Kundschaft. Ein Bauer kommt vorbeigefahren und will Reifen f?r alle vier R?der bestellen (einen ganzen Satz).
„He, Bauer, warte! Komm hierher!»
Der kam herangefahren.
„Was brauchst du?»
„Je nun, Herr, Reifen f?r alle vier R?der!»
„Sch?n, sofort, warte!»
„Und wieviel wird’s kosten?»
„Na ja, hundertf?nfzig Rubel m??te ich nehmen, nun, um Kundschaft anzulocken, will ich nur hundert nehmen.»
„Ist gut!»
Der Herr begann das Feuer zu sch?ren, der Lakai — den Blasebalg zu ziehen; er nahm Eisen und schmiedete los, aber er verstand gar nichts vom Schmieden. Verbrannte alles.
„Nun», sagt er, „Bauer, f?r einen ganzen Satz reicht’s nicht, h?chstens f?r einen Reifen.»
„Nun gut», sagt er, „dann wenigstens einen Reifen.»
Der Herr schmiedete und schmiedete und sagt:
„Nun, Bauer, es reicht auch nicht f?r einen Reifen, es reicht h?chstens f?r ein Pflugeisen.»
„Nun gut», sagt der Bauer, „dann wenigstens ein Pflugeisen.» Der Herr klopfte mit dem Hammer, verdarb noch viel Eisen und sagt:
„Nun, Bauer, es reicht auch nicht f?r ein Pflugeisen, gebe Gott, da? es f?r einen Pfriemen reicht.»
„Nun, dann wenigstens einen Pfriemen», sagt der Bauer.
Nur da? das Eisen beim Herrn auch f?r einen Pfriemen nicht reichte: er hatte alles verbrannt. Arbeitete und arbeitete und sagt:
„Nun, Bauer, es reicht auch nicht f?r einen Pfriemen, es reicht nur f?r ein Zischen.» (Wenn man gl?hendes Eisen in Wasser taucht, zischt es.)
„Ist gut», sagt der Bauer, „wieviel bekommt Ihr?»
„Ich hab’s dir doch gesagt, du Dummkopf: hundert!»
„Ich hab gerade kein Geld bei mir, ich gehe welches holen!»
Und er ging weg.
Der Herr aber sagt zum Lakaien:
„Wenn er mit dem Geld wiederkommt, dann bleib stehen und sage immer: leg was zu, leg was zu!»
„Sch?n», sagt der.
Der Bauer nun nahm zu Hause eine Peitsche, kam wieder in die Schmiede und begann dem Herrn einzuheizen, der Lakai aber steht dabei und sagt immer: „Leg noch etwas zu! Leg noch etwas zu!» Er pr?gelte ihn durch und ging. Der Herr st?rzte sich auf den Lakaien:
„Was f?llt dir ein, du Schurke? Ich habe dir befohlen, wenn er Geld bringt, sollst du das sagen, du aber siehst, da? er mich schl?gt, und br?llst: ,Leg noch etwas zu!
Der Herr verpr?gelte den Lakaien, schlug die Schmiede kurz und klein und gab sich von nun an nicht mehr mit dem Schmiedehandwerk ab und beneidete auch den Schmied nicht mehr.

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