Реклама
загрузка...

Der Herr und der Zimmermann

Ein Zimmermann ging einmal von einem Dorf zum anderen — von Paradiesbach nach H?llenbach. Da begegnete ihm ein Herr aus einem anderen Gouvernement und fragt ihn:
„Aus welchem Dorfe kommst du, Bauer?»
„Aus Paradiesbach.»
„Und wohin fahre ich?»
„Nach H?llenbach.»
„Ach du Narr! Du bist ein Bauer und willst aus Paradiesbach kommen, und ich bin ein Herr und soll nach H?llenbach fahren. Diener, packt ihn und gebt es ihm ordentlich!»
Der Lakai sprang herab, packte den Zimmermann und pr?gelte auf ihn ein; sie verpr?gelten ihn ordentlich, dann fuhren sie weiter.
„Sch?n», denkt der Zimmermann, „das sollst du nicht umsonst getan haben!»
Der Bauer brachte in Erfahrung, wo der Herr wohnt, und geht zu ihm; kommt hin. Der Herr aber lie? gern bauen und wollte gerade ein Landhaus bauen. Der Herr erkannte den Zimmermann nicht und dingte ihn, das Landhaus zu bauen.
Der Zimmermann forderte ihn auf, mit in den Wald zu kommen und die St?mme auszuw?hlen. Der Herr ging mit. Sie kamen hin. Der Zimmermann geht durch den Wald, klopft mit dem Beilr?cken an die B?ume und legt sein Ohr daran.
„Was machst du da, wie stellst du’s fest?»
„Umfasse nur einen Baum und leg dein Ohr daran, dann wirst du’s auch h?ren!»
„Meine Arme sind zu kurz!»
„Nun, ich kann dich ja festbinden.»
Der Zimmermann band den Herrn an einem Baum fest, nahm die Z?gel und fing an, ihn durchzupr?geln. Pr?gelte und pr?gelte, der Herr war mehr tot als lebendig. Der Bauer aber pr?gelte feste und sagte dazu:
„Noch zweimal werde ich dich vornehmen, Hundesohn. Kr?nke keinen Handwerksmann!»
N ahm den Wag en des Herrn und fuhr mit ihm davon. Den Herrn fanden sie nach drei Tagen mit M?he und Not im Walde, er war schon nahe am Sterben.
Der Herr liegt krank von der Bewirtung nach Bauernart, der Zimmermann aber verkleidete sich, da? man ihn nicht erkennen konnte, und kommt, den Herrn gesundzumachen. Dem Herrn wird gemeldet, ein Arzt ist gekommen. Der Herr freute sich, der Arzt aber befahl, das Bad zu heizen. Sie gingen ins Bad. Der Arzt wusch den Herrn, rieb ihn trocken und sagt:
„Nun, jetzt mu? ich dich mit Dampf behandeln, Herr: nur wirst du das nicht aushalten, ich mu? dich an der Bank festbinden!»
Der Herr war’s einverstanden, und wieder verpr?gelte der Zimmermann den Herrn, und auf dem nackten Leib war es noch schlimmer.
„Nun, noch einmal sollst du von mir verpr?gelt werden: Kr?nke keinen Handwerksmann ohne Grund!»
Der Zimmermann verabredete sich mit seinem Bruder: er lie? den Bruder am Haus des Herren vorbeifahren, und zwar mit den Pferden des Herrn, die der Zimmermann aus dem Walde entf?hrt hatte. Der Herr sah’s durchs Fenster und schickte alle seine Diener hinterher. Die Diener jagten und jagten hinterher, holten aber den Dieb nicht ein; w?hrend sie aber hinterherritten, war der Herr allein zu Hause, der Zimmermann kam zum Herrn und pr?gelte ihn noch einmal durch:
„Nun, Herr, pr?g’s dir ein und vergi? nicht, da? man einen Handwerksmann nicht ohne Grund kr?nken darf!»
Am n?chsten Morgen fuhr der Herr in die Stadt, sah den Zimmermann und fragt ihn: „Bauer, bist du nicht der von gestern?» „Auf keinen Fall, ich bin f?nfundvierzig Jahre alt, wie kann ich da von gestern sein!»

Узнавайте о новых статьях и обновлениях по почте:

Добавить комментарий

Ваш e-mail не будет опубликован. Обязательные поля помечены *


шесть × 1 =

Можно использовать следующие HTML-теги и атрибуты: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>