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Maria Morewna


Es war einmal ein K?nigreich, das wurde regiert von einem jungen K?nig namens Iwan. Er hatte drei Schwestern, die Maria, Olga und Anna hie?en und Iwan hatte von ihrem Vater vor dessen Tod aufgetragen bekommen, auf sie zu achten und f?r sie zu sorgen. Eines Tages, als er mit Maria im Garten spazieren ging, sah er pl?tzlich einen Blitz und ein Falke erschien am Himmel. Er landete, verwandelte sich in einen tapferen Prinzen und hielt um die Hand der Prinzessin Maria an. Iwan gab ihnen seinen Segen und beide heirateten.

Und so geschah es auch mit den beiden anderen Schwestern. Olga heiratete einen verzauberten Adler und Anna einen Raben und alle drei Prinzessinnen zogen fort zum K?nigreich ihres Gemahls.

Eines Tages beschloss Iwan, seine Schwestern zu besuchen. Auf seinem Weg kam er am wundervollen Schloss der Kriegerprinzessin Maria Morewna vorbei. Er blieb dort als Gast f?r einige Tage und die beiden verliebten sich ineinander und heirateten.

Eines morgens ging Maria Morewna fort, um mit ihren Feinden zu k?mpfen. Sie gab ihn die Schl?ssel zu allen R?umen des Schlosses, aber warnte ihn „geh nicht in den dunklen Raum im Keller.» Aber als sie weg war, gab er dennoch seiner Neugier nach und schloss die T?r zu diesem Raum auf. Drinnen sah er den b?sen Koschej, den Unsterblichen, der dort an die Wand gekettet war.

Koschej bat ihn: „Gib mir bitte etwas Wasser. Ich bin so durstig.» So gab der mitleidige K?nig Iwan ihm drei Kellen voll Wasser. Dadurch wuchs Koschejs Kraft. Er zerbrach seine Ketten und lachte furchterregend. „Danke, K?nig Iwan. Aber von heute an wirst du deine geliebte Maria Morewna nie mehr wiedersehen». Darauf flog Koschej hinfort wie ein gewaltiger Wirbelsturm und K?nig Iwan blieb weinend zur?ck.

Danach brach der K?nig auf, seine geliebte Frau zu finden. Auf seiner Reise besuchte er seine Schwester Maria und ihren Gemahl, den Falken und erz?hlte ihnen, was passiert war. Der Falke sagte: „Es wird sehr schwer werden, Maria Morewna zu finden und sie von Koschej zu befreien. Gib uns deinen silbernen L?ffel und denke an sie. Wenn er schwarz wird, werden wir wissen, dass etwas Schlimmes passiert ist.» Danach besucht Iwan seine Schwester Olga und den Adler und gab ihnen eine silberne Gabel. An Ende besuchte er auch Anna und den Raben und gab ihnen ein Silbermesser.

K?nig Iwan reiste ein Jahr durch die Welt und schlie?lich fand er das Schloss von Koschej, der gerade nicht zu Hause war. Maria Morewna war sehr gl?cklich, Iwan zu sehen. Dieser sprach: „Es tut mir leid, dass ich nicht auf dich geh?rt habe und Koschej so zu seiner Flucht verholfen habe. Aber nun m?chte ich, dass du mit mir kommst, er kann uns bestimmt nicht einholen.» Doch Koschej holte die beiden ein und schnitt Iwan in kleine St?cke. Maria Morewna jedoch brachte er zur?ck in sein Schloss.

Zur gleichen Zeit sahen die Schw?ger dass der L?ffel, die Gabel und das Messer sich schwarz verf?rbten und sie wussten sofort, dass etwas Schreckliches mit K?nig Iwan passiert war. Der Falke, der Adler und der Rabe fanden ihn schlie?lich und belebten ihn mit dem Wasser des Lebens neu. Er dankte ihnen und brach dann erneut auf, um Maria Morewna zu suchen.

Als er wieder an Koschejs Schloss kam, fand er wieder seine geliebte Maria Morewna dort alleine und fragte sie: „Kannst du Koschej fragen, woher er so ein pr?chtiges schnelles Pferd hat ?» In der Nacht fragte sie Koschej nach dem Pferd. Er sagte ihr: „Hinter dem Feuerfluss lebt die Hexe Baba Jaga. Sie hat viele gute Pferde. Einmal arbeitete ich f?r sie als Pferdeknecht und sie hat mir meines als Geschenk gegeben.»

Am n?chsten Tag entschied sich K?nig Iwan, zu Baba Jaga zu gehen und ein Pferd zu bekommen, das besser war, als Koschejs. Er war sehr lange unterwegs und wurde sehr hungrig. Durch einen Zufall sah er einen Vogel mit K?ken im Nest und beschloss, sie zum Mahl zu schie?en. Er nahm einen

Pfeil, aber die Vogelmutter bat ihn: „Bitte t?te nicht meine Kinder, K?nig Iwan. Ich k?nnte dir sp?ter hilfreich sein.» Iwan hatte Mitleid mit ihr und t?tete die V?gel trotz seines gro?en Hungers nicht. Ein St?ck weiter des Wegs sah er einen Bienenstock. Aber die Bienen baten ihn, ihren Honig nicht zu nehmen. Dann sah er eine L?win und ihr Junges. „Die sind ein gutes Abendessen,» dachte er und legte seinen Pfeil in seinen Bogen. Aber auch die L?win bat ihn: „Oh K?nig Iwan, bitte t?te nicht mein Junges. Ich kann dir hilfreich sein in der Zukunft.»

M?de und sehr hungrig kam Iwan schlie?lich zur H?tte der Baba Jaga und fragte sie nach Arbeit. Sie sprach zu ihm: „Du kannst f?r drei Tage mein Pferdeknecht sein. Wenn du all meine Pferde jeden Tag heil zur?ck in den Stall bringst, darfst du eins von ihnen ausw?hlen, das dir geh?rt. Wenn aber jemals eines fehlen sollte, werde ich dich t?ten, Iwan.»

Am n?chsten Morgen ?ffnete Iwan die Stallt?r. Sofort liefen alle Pferde heraus und verschwanden. Da fing er an zu weinen und legte sich schlafen, weil ihm sonst nichts einfiel, was er tun k?nnte. Bei Sonnenuntergang kam dann der Vogel zu ihm, dessen K?ken er verschont hatte und sprach: „Steh auf, K?nig Iwan. All die Pferde sind wieder zur?ck im Stall!» Als Baba Jaga sie dort fand, wurde sie b?se und fragte sie: „Warum seid ihr zur?ck gekommen ?» Sie antwortetem: „Wir sind aus Angst zur?ck gekommen. All die V?gel des ganzen Waldes kamen angeflogen und haben drau?en auf uns herum gepickt !»

Am n?chsten Tag half die L?win Iwan, als die Pferde davon liefen, sie wieder einzufangen. Baba Jaga war au?er sich und w?tent fragte sie die Pferde: „Und warum seit ihr heute nach Hause gekommen ?» „Oh, wir hatten solche Angst ! Wilde Tiere kamen von ?berall her und haben uns gejagt.»

An dritten Tag schlie?lich halfen die Bienen Iwan und eine alte Biene sprach: „Geh nicht zur?ck zu Baba Jaga, geh in den Stall, nimm das kleinste Pferd und reite davon.» Er tat alles, was die Biene ihm gesagte hatte.

Am n?chsten Morgen bemerkte Baba Jaga das Fehlen des Pferdes und folgte K?nig Iwan, aber sie fiel in den Feuerfluss und ertrank darin. Iwan sorgte gut f?r das kleine Pferd und schon wenig sp?ter wuchs es und wurde stark und schnell. So kehrte Iwan mit ihm zu Koschejs Haus zur?ck und nahm Maria Morewna mit sich. Koschej folgte ihnen und versuchte alles, sie einzuholen. Doch Iwans Pferd war schneller und lief unerreichbar davon. Maria Morewna und er besuchten dessen Schw?ger und kehrten schlie?lich zur?ck nach Hause. Von dieser Zeit aber lebten sie gl?cklich und zufrieden.

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