Реклама

Wie eine L?win einen Zarensohn aufzog

Ein Zar hatte ein gro?es Zarenreich. Der Zar regierte sein reiches Land nicht gar zu lange. Und zum Gl?ck hatten sie nur einen Sohn (f?r einen zweiten war nichts zu tun). Der Zar lebte bis zu seinem vierzigsten Jahr und starb. Sein Sohn blieb unm?ndig zur?ck. An Stelle des Zaren regierte da seine Mutter den Staat (es war sonst keiner da), bis der junge Zar herangewachsen war. Der junge Zar war neunzehn Jahre alt geworden. Die Mutter ?bergab ihm alle Zarengesch?fte, lie? sich aber trotzdem um Rat fragen, denn sie vertraute dem Sohn noch nicht: er war noch zu jung; der Zar regierte sein Reich nach den Ratschl?gen seiner Mutter.
Und einmal gedachte er, in den Nachbarstaat zu reisen und sich anzusehen, was dort vor sich geht. Lange Zeit reiste er durch mehrere Zarenreiche. Bei einem Zar lebte er drei Monate. Dieser Zar aber hatte eine Tochter, und die gefiel ihm. Da wollte er sie heiraten.
Aus diesem Zarenreich kehrte er heim zu seiner Mutter und sagte: „Mutter, ich will heiraten, es ist Zeit f?r mich!» Der Mutter behagte es nicht, da? der Sohn heiratet: wenn er heiratet, dann wird er sich mit seiner Frau beraten und nicht mit der
Mutter. Deswegen wollte die Mutter nicht, da? er heiratet.
Da machte sich der Zar ?ber diese Sache tr?bsinnige Gedanken, wurde traurig und unwirsch. Da bemerkten die Diener, da? der Zar schwerm?tig und unzufrieden ist, und beschlossen, da? eine Versammlung einberufen und er befragt werden soll, womit er unzufrieden ist in unserem so m?chtigen Staate, und wor?ber er traurig ist.
Der Zar wollte es geheimhalten und nichts sagen, und er sagt: „Alles ist sch?n, mit allem bin ich zufrieden, aber etwas fehlt mir in meinem Leben.» Da fragen ihn die Diener: „Was fehlt dir, sag’s uns, wir beschaffen dir alles und wollen alles tun, damit du alles hast.» Da antwortet der Zar: „Ich will euch ?ber diese Sache nichts sagen, will es nur allein wissen.» — „Sage, wer dich mit Krieg bedroht oder etwas anderem. Wir sind bereit, f?r dich unser Leben hinzugeben.»
Der Zar ?berlegte eine Weile und beschlo?, ihnen seine ganze Not zu erz?hlen und zu sagen, was ihm fehlt. Und er erz?hlte ihnen: „Ich war im Nachbarreich, und die Tochter des Zaren hat mir gefallen. Und ich m?chte sie nun heiraten, aber die Mutter erlaubt es mir nicht und gibt mir nicht ihre Einwilligung.»
Da beschlossen die Diener, die Mutter auf ihre Versammlung zu rufen und zu fragen, was los ist, warum sie diese Einwilligung nicht gibt, den Sohn zu verheiraten. Sie riefen die Mutter auf die Versammlung und begannen zu fragen. Die Mutter sagte, da? er doch den Staat noch nicht regieren kann und daher nicht heiraten darf. Die Diener antworten, da er schon regiert, ist es f?r ihn schon an der Zeit zu heiraten.
Endlich gab die Mutter ihr volles Einverst?ndnis, ihren Sohn zu verheiraten. Und da schickten sie einen Boten, um die Braut im Nachbarreich zu freien. Der Bote ritt mit einem Brief zu dem Zaren, und der Zar freute sich sehr, da? ein so reicher Zar um seine Tochter freit. Als der Zar den Brief gelesen hatte, fragt er seine Tochter, ob sie die Frau dieses Zaren werden will. Die Tochter antwortet: „Ich will!» Gibt gleichfalls ihr volles Einverst?ndnis.
Da schrieben sie einen Brief an den Br?utigam und ?bergeben die Antwort dem Boten, der die Antwort seinem Zaren bringt. Der junge Zar emp¬f?ngt seinen Boten mit gro?er Freude, weil ihm der Bote den Brief bringt, und er begann, den Brautzug zu r?sten, um die Braut zu holen. Nun fuhr der junge Zar zu dem Zaren, seine Braut zu holen. Der junge Zar wurde sehr gut empfangen, und sie hatten eine gro?artige Hochzeit.
Die Hochzeit hatten sie gefeiert, und nun leben die jungen Leute in ihrem Reich. Und einmal ging der junge Zar allein im Garten spazieren. Und auf einem hohen Baum war das Nest eines kleinen Vogels. In diesem Nest aber waren zwei kleine Vogeljunge, und auf einmal kam ein Habicht geflogen und entf?hrte das eine. Der Zar hatte die¬sen ganzen Vorgang gesehen. Und er fiel in tiefes Nachdenken hier?ber. Und er versammelte seine
Diener und erz?hlte ihnen die Erscheinung, und was das ihm f?r die Zukunft wohl voraussage.
Keiner der Diener konnte diese Sache deuten oder entscheiden, wozu und weswegen er diese Erscheinung hatte. Nur ein alter Diener sagt zu ihm: „Eure Kaiserliche Majest?t, bei uns im Wald ist ein alter Einsiedler, der kann es sagen.» Da schickten sie nach diesem alten Einsiedler in den Wald. Sie brachten den Alten aus dem Wald, und der Zar erz?hlte ihm diese ganze Erscheinung. Der Einsiedler nun erkl?rte ihm, da? ihn in der Zukunft ein gro?es Ungl?ck erwartet, danach aber Gl?ck. Aber alles erkl?ren und sagen, was es genau bedeutet, konnte er nicht.
Nun zu der alten Zarin. Pa?t auf, was unterdessen mit der alten Zarin geschieht.
Die alte Zarin war schrecklich w?tend auf diese Geschichte, da? der Sohn nur wenig zu ihr kam, um sich mit ihr zu beraten, aber um so mehr zu seiner Frau. Sie hatte eine schreckliche Wut. Die alte Zarin sann darauf, ihre Schwiegertochter, gleich wie, aus dem Wege zu r?umen. Die hatte ihm aber schon zwei S?hne geboren.
Was f?r Verleumdungen die alte Zarin auch immer vorbrachte, der Sohn glaubte ihr nicht. Die alte Zarin sieht, da? er ihr nicht vertraut, seine junge Frau aber liebt und mit ihr ins Zimmer geht, sich an ihren Kindern erfreut und Spa? mit ihnen macht. Und er war in dieser Zeit schrecklich lustig. F?r die Mutter war das alles schrecklich kr?nkend, und eine gro?e Wut ergriff sie.
Da dachte die Mutter bei sich: „Warte nur, ich werde das alles schon machen!» Einmal steht sie fr?h von ihrem Bett auf, geht zur Schwiegertochter ins Schlafzimmer, nimmt ihren Rock mit und zeigt ihn dem jungen Zaren, ihrem Sohn: „Wie oft habe ich dir gesagt, da? sie dich nicht liebt und da? das nicht deine Kinder sind. Gerade war ich bei ihr im Schlafzimmer, und auf ihrem Bett sa? irgendein junger Mann. Sicher einer von deinen vertrautesten W?rdentr?gern. Und aus diesem Rock hier, aus der Tasche, habe ich ein Fl?schchen mit Gift genommen, mit dem sie dich vergiften wollte.»
Da glaubte der junge Zar seiner Mutter, wurde sehr, sehr b?se auf seine Frau und ?bergab sie dem Gericht. Ohne auch nur mit seinen W?rdentr?gern zu sprechen, wollte er seine Frau bestrafen, und er steckte sie sogar ins Gef?ngnis. Da kommt die Polizei zu seiner jungen Frau und sagt: „Mach dich fertig, nimm deine Kinder und kommt, wir bringen euch ins Gef?ngnis!»
Die Zarin weint bitterlich und sagt zu den Polizisten: „Geht und sagt eurem jungen Zaren, da? ich mich von ihm verabschieden will und da? er mich ohne jeden Grund so freigebig’ bestraft!»
Doch der Zar h?rte sich diese Worte nicht einmal an, da? sie sich von ihm verabschieden will, und er jagte den Diener fort und schrie den Diener laut an: „Bring sie unverz?glich fort, ich will sie nicht einmal mehr sehen wegen ihrer gemeinen Tat!» Sie aber wei? von nichts.
Die Mutter des jungen Zaren aber freute sich sehr ?ber diese Sache, da? der Zar seine Frau so hart bestraft, und sie gab sich M?he, ihm um so mehr Respekt zu erweisen, damit der Sohn kein Mitleid mit seiner Frau bekommt. Und sie begann, ihm noch schlimmere Verleumdungen einzufl?stern. Die W?rdentr?ger indessen rissen alle die Augen auf. Was ist denn das, warum bestraft der Zar seine Frau?
Da versammelte der Zar seine W?rdentr?ger und hielt Gericht ?ber seine Frau. Und der Zar erz?hlte, sie h?tte ihn vergiften wollen. Doch die Diener glaubten ihm nicht und sagten, das ist L?ge, das ist Verleumdung.
Aber der Zar f?hrte die Sache zu dem Ende, da? er befahl, sie mit ihren Kindern unverz?glich in eine ferne Gegend zu bringen. Und die Diener wagten es nicht, sich dem Willen des Zaren zu widersetzen, und entschieden, die Zarin an den bestimmten Ort bringen zu lassen. Am festgesetzten Tag versammelten sich die Diener und das ganze Volk, der Zarin das Geleit zu geben. Das ganze Volk und die Diener waren versammelt, und sie weint bitterlich, und auf ihren beiden Armen hat sie die Kinder. Und sie wollte sich gern vom Zaren verabschieden, aber der Zar lie? sie nicht einmal vor und wollte keinen Abschied.
Da f?hrten sie die Zarin mit ihren Kindern in die Ein?de. Sie brachten sie ein St?ck vor die Stadt, das Volk begleitete sie, aber dann ging sie schon nur noch mit der Polizei weiter, das Volk kehrte zur?ck. Die Polizei bringt sie zur bestimmten Stelle, verabschiedet sich von ihr und l??t sie mit ihren Kindern allein im tiefen Wald zur?ck. Und die Zarin weinte bitterlich, ging in den tiefen Wald und denkt bei sich, wo sie nicht f?r sich, aber f?r ihre Kinder einen Unterschlupf finden kann. Und um so schwerer war es f?r die Zarin, allein durch den Wald, durch die Ein?de zu ziehen.
Nirgends fand sie eine H?tte oder sonst etwas. Sie mu?te im Wald unter einem Baum ?bernachten. Sie pfl?ckte Gras, legte ihre Kinder darauf, sie selber aber sitzt und h?lt Wache. Und in diesem einsamen Wald waren L?wen und Tiger. Die ganze Nacht streiften die wilden Tiere an ihr vorbei und fletschten die Zahne. Schrecklich war es f?r die Zarin, solche Not zu erleiden, und es fiel ihr schwer, diesen schwierigen Augenblick zu ?berstehen. Und eine Weile lebte sie in dieser Ein?de und n?hrte sich nur von Wurzeln zur St?rkung f?r ihre Kinder, damit Milch in den Br?sten war, ihre Kinder zu s?ugen.
Und in einer dunklen Nacht zog ein heftiges Gewitter herauf. Die wilden Tiere br?llten und rannten umher, fauchten an der Zarin vorbei, und sie war mehr tot als lebendig. Der Donner krach¬te, der Regen str?mte. Das Gewitter ging vor?ber, der Wind legte sich, und es begann hell zu werden. Die wilden Tiere hatten sich alle beruhigt.
In diesem Augenblick wandte sich die Zarin von ihren Kleinen ab, um Wurzeln als Nahrung zu suchen. Auf einmal kam irgendwoher eine riesige L?win und packte ein Kleines. Die Zarin st?rzte dieser riesigen L?win nach und weinte bitterlich, aber sie konnte nichts tun, denn die L?win war im Geb?sch verschwunden. Da nahm die ungl?ckli¬che Mutter ihr Kind, dr?ckte es heftig an die Brust, k??te es und sagt: „Nun siehst du, wie euer Vater, dieser B?sewicht, mich bestraft hat: ein Kind hat die L?win geraubt!»
Und sie ging weiter durch den Wald. Ging und ging und kommt schlie?lich zu einer Stadt; da erkennt sie, da? das eine Stadt ist, die ihrem Mann geh?rt. Die Zarin wollte keinen Verrat begehen, weinte bitterlich, ging zur?ck in den Wald und stie? auf einen alten Einsiedler, der schon einige Jahre im Walde lebte. Sie bat ihn, er soll sie ?bernachten lassen. Und er lie? sie gern ein.
Sie bleibt einen Tag bei ihm, bleibt zwei Tage und denkt bei sich: „Ich mu? aufbrechen und fortgehen, ich tu’s nicht gern, aber es bleibt mir nichts anderes ?brig.» Sie beginnt aufzubrechen und weint. Der Alte aber sieht, da? die junge Frau aufbricht und so bitterlich weint, und er sagt zu ihr: „Warum weinst du so bitterlich?» — „Wie soll ich nicht weinen, Gro?vater? Ich wei? nicht, wohin ich mein Haupt legen soll.» Da sagt der Gro?vater zu ihr: „Nun sch?n, bleib bei mir als meine Tochter. Wenn ich sterbe, begr?bst du mich.» Die Zarin war’s gern einverstanden und blieb eine Weile bei dem Alten. Jetzt lebt also die Zarin bei dem Alten.
Nun wollen wir von dem Sohn sprechen, den die L?win der Zarin geraubt hatte.
In dieser Zeit hatte die L?win ein L?wenjunges gehabt, aber das war gestorben, und die L?win hatte das Kind davongeschleppt und begann, es mit ihren Br?sten zu s?ugen. Und sie s?ugte es bis zu seinem siebzehnten Lebensjahr.
Und die L?win war mit ihm nicht an der Stelle geblieben, wo sie der Mutter das Kind geraubt hatte, sondern war auf eine andere Insel gegangen und hatte es auf dieser Insel aufgezogen.
Und als es siebzehn Jahre alt war, kamen Ausl?nder auf einem Schiff gefahren und machten an dieser Insel halt. Sie stiegen vom Schiff und gingen umher. Da sehen sie einen jungen Mann stehen. Und er steht nackt, keinerlei Gewand hat er an, und bei ihm liegt eine riesige L?win. Da be¬gannen die Ausl?nder zu rufen: „Komm her zu uns!» Doch er verstand diese Sprache nicht. Nun begannen sie, ihn mit den H?nden heranzuwinken, und endlich verstand er die russische Spra¬che und begann zu sprechen. „Ich kann unm?glich zu euch kommen.» Da rei?t einer von ihnen sein Obergewand herunter und wirft es ihm zu. Er nimmt das Gewand und kommt zu ihnen, und sie beginnen, ihn zu fragen: „Wer bist du?» Er antwortet ihnen: „Ich kenne weder meine Heimat noch sonst etwas, ich erinnere mich nur, da? die L?win mich mit ihrer Brust s?ugte.» Die Ausl?nder fordern ihn auf, zu ihnen aufs Schiff zu kommen. Und er war’s gern einverstanden, mit ihnen zu fahren, und fuhr davon.
Er kommt in das Zarenreich, wo sein Vater wohnt, doch der Vater wei? nicht, da? er einen Sohn hat. Als die Ausl?nder in seiner Stadt ankamen, interessiert sich der Zar daf?r, womit sie gekommen sind und was sie mitgebracht haben. Er schickt seinen Boten, um zu erfahren, was die Ausl?nder mitgebracht haben. Der Bote ging zum Hafen und sah nach diesem Schiff. Und er sieht: ein J?ngling geht auf dem Schiff umher, und hinter ihm eine riesige L?win, und sie hat keine Angst vor den Menschen. Und die Leute gehen an ihm vorbei und haben auch keine Angst. Nur da? er sie warnt, verbietet, sie anzur?hren. Sonst kann sie sich auf einen st?rzen und ihn zerrei?en.
Der Bote kommt zum Zaren und erz?hlt die ganze Geschichte, was er gesehen hat. Der Zar macht sich selbst auf den Weg, kommt zum Hafen und kauft diesen J?ngling und die L?win. Der J?ngling lebt nun mit der L?win bei seinem Vater, doch der Zar wei? nicht, da? es sein Sohn ist.
Nun, und jetzt wollen wir von dem Zaren sprechen, was inzwischen mit ihm geschehen ist.
Der Zar war niedergeschlagen, als er seine Zarin in die Ein?de geschickt hatte. Und er beschlo?, auf die Jagd zu reiten, und lie? sein Pferd satteln. Man sattelte ihm sein Pferd, und der Zar ritt mit seinen Vertrauten in den Wald auf die Jagd. Sie kommen in den Wald und sehen auf einmal ein Menschenungeheuer, das br?llt wie ein Affe und ist ganz mit Haaren bedeckt. Da wurde der Zar neugierig, was das f?r ein Ungeheuer ist, und sie riefen es an. Nun reitet der Zar zu ihm hin und fragt, was das f?r ein Mensch ist und warum er mit Haaren bewachsen ist.
Da setzte sich das Menschenungeheuer hin und begann, von seinem Schicksal und seinem Leben zu erz?hlen; wie er, den Worten seiner Mutter folgend, seine Frau verh?hnt und mi?handelt und sie ins Grab getrieben hatte. Der Zar h?rte sich das aufmerksam an, die Worte dieses Menschen. Und das Ungeheuer erz?hlte:
„Wenn meine Mutter bei mir war, erz?hlte sie mir alle m?glichen Verleumdungen. Ich h?rte auf die Mutter, schlug meine Frau, jagte sie vom Hof, und nun wurde meine Frau davon krank und ist schlie?lich gestorben. Und ich begrub sie und f?hlte, da? ich meine Frau ohne Grund verjagt habe, und ich begann, an alle m?glichen Gr?ber zu gehen und zu weinen. Und so ist diese Geschichte mit mir passiert. Ich bin ganz mit Haaren bewachsen und so ein Mensch geworden.» In diesem Augenblick sprang das Menschenungeheuer auf und rannte davon durch den Wald und schrie mit durchdringender Stimme.
Das erschien dem Zaren schrecklich, und der Zar denkt bei sich: „Also habe auch ich meine Frau grundlos in die Ein?de geschickt.» Und der Zar konnte sich nicht von der Stelle erheben, in den Sattel steigen und in sein Zarenreich zur?ckreiten, wegen dieser Ersch?tterung.
Jetzt heben die Diener den Zaren in die H?he, setzen ihn in den Sattel, und er reitet unverz?glich in sein Reich. Der Zar kommt nach Hause und befiehlt unverz?glich, die Diener zu versammeln, in die Ein?de zu reiten und seine Frau zu suchen.
Doch es war schon zu sp?t. Eine Abteilung ritt in die Ein?de, ritt ganze zwei Monate umher, und sie konnten nichts finden. Sie kehren zur?ck und berichten dies. Dem Zar wurde elend zumute, weil er seine Frau nicht gefunden hatte. Und er versank wegen dieser Geschichte oft in tr?bsinnige schwere Gedanken. Es war ihm nicht so sehr wegen seiner Frau elend zumute wie wegen der un¬m?ndigen Kinder.
Mit dem Zaren sind wir jetzt fertig. Kehren wir zur?ck zu der Zarin, die mit ihrem einzigen Sohn bei dem Einsiedler in einer Erdh?tte wohnt.
Sie lebt eine Weile dort. Der Alte starb, der Ein¬siedler. Sie blieb allein zur?ck. Der Sohn ist jetzt siebzehn Jahre alt, hat sich einen Bogen hergerichtet und geht auf die Jagd. Die Mutter blieb dann immer allein zur?ck, und in diesem Falle hatte sie einen Ring seines Vaters, den sie noch von ihrem Mann hatte. Und wenn sie den Sohn auf die Jagd ziehen l??t, nimmt sie diesen Ring, betrachtet ihn und weint. Und einigemal hatte der Sohn sie dabei ?berrascht. Und er wurde auf¬merksam, was das ist, da? die Mutter st?ndig mit diesem Ring weint. Da fragt er die Mutter, warum das so ist. „Warum sagst du mir nicht, Mutter, wer mein Vater ist?» Die Mutter sagt zu ihm: „Dein Vater ist im Meer ertrunken, als wir auf einem Schiffe fuhren. Und es hatte sich ein starker Sturm erhoben und das Schiff zerschellen lassen, uns beide aber hat es ans Ufer geworfen. Und so leben wir nun in dieser Not.»
Der Sohn kennt ja seinen Vater nicht und glaubt der Mutter sein ganzes Schicksal. Und wieder lebt er unbek?mmert und beh?tet seine Mutter. Einmal ging der Sohn auf die Jagd und sieht in der N?he eine Stadt liegen. Vor der Stadt versammelte sich ein Heer, und es begegnet ihm ein ?lterer Mann. Da fragt er diesen Mann, wem diese Stadt geh?rt. Und er erz?hlte vom Zaren, da? sein Zarenreich von einem anderen Zarenreich angegriffen und mit Krieg ?berzogen wird.
Aber der Zar sucht k?hne M?nner zur Verteidigung seines Reiches. Und dieser J?ngling wollte gern mitziehen, dieses Zarenreich zu verteidigen. Jetzt kommt der J?ngling zu seiner Mutter und bittet sie, ihn gehen zu lassen, diesen Zaren zu sch?tzen. Die Mutter beginnt ihren Sohn mit Tr?nen in den Augen zu bitten: „Wie kannst du mich in meinem Alter allein lassen?» Doch der Sohn antwortet der Mutter: „Mutter, sei unbesorgt, ich komme dich besuchen!» Und er begann seine Mutter zu bitten, aber die Mutter l??t ihn nicht fort. „Wenn du mich nicht freiwillig gehen l??t, dann gehe ich so fort.»
Da dachte die Mutter bei sich: „Nun, was ist da zu tun, ich mu? den Sohn freiwillig ziehen lassen, sonst geht er so fort», und sie lie? ihn ziehen.
Statt des Segens schenkte sie ihm diesen Ring. Da nahm der J?ngling Abschied von seiner Mutter und zog los, den Zaren zu sch?tzen. Der J?ngling wu?te nicht, da? das sein Vater ist. Der J?ngling kommt zum Zaren und erkl?rt, da? er ausziehen will, den Zaren zu sch?tzen. Der Zar wurde neugierig: kommt da irgendwoher ein junger Mann und will sein Zarenreich verteidigen. Da gab er ihm eine Reckenr?stung, ein Pferd — alles, was er zum Kriegsdienst brauchte.
Der J?ngling r?stete sich zum Aufbruch, und mit ihm ritt der, den die L?win aufgezogen hatte. Und so brachen die beiden J?nglinge auf und zogen aus gegen den Feind. Die L?win aber wich keinen Schritt von dem anderen J?ngling. Und die beiden J?nglinge st?rmen durch die Reihen des Feindes wie zwei edle Falken. Der J?ngling ?berwand noch weniger, als die L?win zerri?. Und der Sieg war auf ihrer Seite.
Sie hatten den Gegner besiegt und sich zur Sie-gesfeier im Zarenschlo? versammelt. Sie feierten den Sieg, und der Zar reichte diesen J?nglingen Gl?ser mit Wein.
Nun war der J?ngling, der bei der Mutter gewesen war, schon lange auf dem Fest und denkt bei sich: „Nun, ich bin hier am Leben geblieben und prasse, aber wie es meiner Mutter geht, wei? ich nicht. Ich mu? zu ihr reiten und sie besuchen, in meiner vollen Kriegsuniform.» Da fragt der Zar: „Und wo befindet sich deine Mutter?» — „Meine Mutter befindet sich in der Erdh?tte eines verstorbenen alten Einsiedlers.» — „Erz?hle, wie du in den Wald geraten bist, in die Erdh?tte zu dem Einsiedler.» Er antwortet ihm: „Ich kann es dir nicht erz?hlen, das wei? nur meine Mutter, ich kann mich nicht erinnern.»
Der Zar denkt bei sich: „Ob das zuf?llig meine Frau ist?» Da zieht der Sohn den Ring von seinem Finger, gibt ihn dem Zaren und sagt: „Die Mutter hat mir einen goldenen Ring zum Geschenk gemacht.» Da sagt der Zar: „Ich will mir den Ring doch mal ansehen.» Der Zar sieht ihn an: „Das ist doch mein Ring! Wo ist denn deine Mutter? Ich m?chte sie besuchen, und ich will fahren, sie zu besuchen.»
Jetzt gibt der Zar Anweisung: eine gro?artige Equipage! Der Sohn aber wei? noch nicht, da? der Zar fahren will. Sein Sohn legt seine Kriegsuniform an, besteigt sein Pferd und reitet hinter ihm her.
Sie fahren und reiten und kommen in den Wald, wohin sie der Sohn f?hrt. Sie kommen zu der Erdh?tte, er steigt vor Pferd, und die Mutter begr??t schon mit gro?er Freude den Sohn, wirft sich an seinen Hals und beginnt ihn zu k?ssen. (Sie starb fast vor Freude, da? ihr Sohn noch lebte.)
Der Zar betrachtet sich dieses Bild und erkennt seine Frau. Und mit gro?er Ungeduld springt er aus seiner Kutsche, kniet nieder und bittet sie: „Vergib mir, da? ich ein solches Verbrechen begangen und dich ganz ohne Grund bestraft und in die Ein?de geschickt habe. Und mach dich gleich bereit, wir fahren in mein Zarenreich!» Da machte sich die Zarin reisefertig, stieg ein und fuhr in sein Zarenreich.
Sie kommen an. Der Zar gab ein gro?artiges Gastmahl, ein gro?es Fest f?r das ganze Reich.
Sie hatten ein fr?hliches Mahl. Zu dritt feierten sie: Vater, Mutter und Sohn. Und noch der J?ngling war bei ihnen, den die L?win aufgezogen hatte, und er wurde sehr traurig. Und er sagt zu sei¬nem Kameraden: „Nun sieh nur, was f?r ein Gl?ck! Du hast Vater und Mutter gefunden; bei mir aber sieht alles nach wilden Tieren aus, von meiner Mutter her.»
Nun, die Mutter sah sich trotzdem diesen J?ngling etwas n?her an und glaubte ihn zu erkennen. Und sie fragten ihn, wie diese Geschichte war. Doch er konnte es nicht erz?hlen, und f?r ihn erz?hlte der Vater, wie er ihn von ausl?ndischen Reisenden auf einem Schiff gekauft hatte, zusammen mit der L?win. Da erkannte die Mutter auch diesen Sohn, warf sich in seine Arme und k??te ihn. Und da nun war die Freude wirklich gro? bei ihnen, da? die ganze Familie beisammen war. Die Schwiegermutter aber war schon im Grab, war gestorben. Und von nun an lebte er sorglos bis ins hohe Alter. Sie verheirateten ihre Kinder und legten das Reich in ihre H?nde. Und jetzt regieren die Kinder dieses Zarenreich.

Узнавайте о новых статьях и обновлениях по почте:

Добавить комментарий

Ваш e-mail не будет опубликован. Обязательные поля помечены *


× один = 4

Можно использовать следующие HTML-теги и атрибуты: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>